Christian Obsieger von FutterOnkel im Interview

​Heute freuen wir uns, dass der FutterOnkel Christian Obsieger uns im Interview erzählt, welches einschneidende Erlebnis ihn dazu bewogen hat, seinen Traumjob im Hundebereich zu ergreifen. Hier erzählt er von den Herausforderungen und schönen Momenten in seinem Hundternehmen, mit dem er sich auf gesunde Ernährung für Hunde spezialisiert hat. 

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​Christian, du bist Ernährungsberater für Hunde. Wie ist es denn dazu gekommen?

Hunde begleiten mich schon mein Leben lang. Das Thema Ernährung fand ich schon immer spannend, da so viele Dinge direkt oder indirekt mit der Ernährung zusammenhängen. Ich habe vor vielen Jahren eine Zeitlang Schlittenhundesport betrieben und auch da war Ernährung sehr wichtig. Die Idee, das beruflich zu machen, war da aber noch ganz weit weg.
Erst ein einschneidendes Ereignis, es gab eine Krebs-Verdachtsdiagnose, hat mich dazu gebracht über Sinn und Zweck des Lebens nachzudenken.

Da war mir klar, dass meine große Liebe zu Hunden zum Beruf werden muss. Also habe ich mich in verschiedenen Bereichen des Hundewesens weitergebildet und ausprobiert.
Schnell war klar, dass ich mich auf ein Thema spezialisieren muss, um wirklich ein Experte zu sein. Das Wissen in allen Bereichen wächst täglich, und nur durch eine Spezialisierung kann man seinen Kunden einen echten Mehrwert bieten.

Während des Studiums zum Tierheilpraktiker hat sich dann die Spezialisierung auf Ernährung immer mehr herauskristallisiert.

​Seit wann bist du Hundternehmer?

Seit 2011 bin ich Hundternehmer, seit 2014 hauptberuflich mit der Spezialisierung auf Ernährung.

​Welche Talente und Leidenschaften kannst du in deinem Hundternehmen ausleben? 

Ich mag Menschen sehr und ich liebe Hunde. Die Arbeit mit Mensch-Hunde-Teams ist daher ein absoluter Traum. Zu sehen wie es Hunden durch meine Arbeit besser geht, sie gesünder leben, Krankheiten überwinden, bzw. besser mit ihnen leben können, ist meine absolute Erfüllung. Hundehalter in Ernährungsfragen zu unterstützen und ihnen Wissen zu vermitteln spornt mich immer wieder an.

Hilfreich ist hier sicher die Fähigkeit individuelle Lösungen für die jeweiligen Herausforderungen zu finden und komplexe Sachverhalte so zu vermitteln, dass sie für Otto-Normalhundehalter einfach zu verstehen und umzusetzen sind.

​Wie bereichert dein Hund deinen Alltag bzw. welche Rolle spielt er in deinem Hundternehmen?

In unserer Familie leben zwei Hunde. Tenshi, der dickköpfige und stolze Shiba Inu Rüde, und Mira, die durchgeknallte Australian Shepherd Hündin.

Hunde lieben ohne Bedingungen und nehmen Dich so wie Du bist. Sie leben im Hier und Jetzt. Ich denke jeder Hundehalter weiß was einem Hunde geben, das ist so leicht nicht in Worte zu fassen. Meine Hunde erden mich und sorgen immer für gute Laune.

Meine Hunde haben die ehrenvolle Aufgabe, Produkte zu testen. Unser Tenshi, ein starker Allergiker, ist hier ein guter Maßstab, auch für neue Therapieansätze.

​Welche persönlichen Werte und Philosophien lebst du in deinem Hundternehmen aus? 

Für mich sind Ehrlichkeit, Transparenz und Aufklärung wichtig. Zudem stehen die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Mensch-Hund-Teams an erster Stelle. Ich missioniere nicht und ich gehe auch nicht dogmatisch vor.

Es gibt keine „Allheillösung“ die für alle pauschal funktioniert.

Meine Kunden sollen die für ihre Situation bestmögliche Entscheidung treffen können. Meine Aufgabe ist es, die Informationen die dazu nötig sind, verständlich zu vermitteln und Vor- und Nachteile aufzuzeigen.

Für mich geht das Wohl des Hundes vor. So würde ich niemals zu Produkten raten, die sich zwar toll verkaufen lassen, aber nicht dem entsprechen, was ich unter gesunder und artgerechter Ernährung verstehe.

​Was lieben deine Kunden an dir?

Ich denke es ist meine Beratungskompetenz, gepaart mit der Tatsache dass es kein Schema F gibt. Ich höre zu, stelle Fragen und analysiere. Dann zeige ich Wege auf und erläutere was es bedeutet, den einen oder anderen Weg zu gehen. Ich kann Hilfestellungen geben, welcher Weg in der jeweiligen Situation der „Richtige“ ist, die Entscheidung trifft jedoch der Kunde. Hierzu liefere ich ihm die nötigen Informationen.

​Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Ein ganz großer Vorteil für mich, der ich kein Frühaufsteher bin, dass ich nicht im 8 Uhr im Büro sitze. 😉

Ansonsten gibt es den typischen Arbeitstag nicht. Ich betreibe als FutterOnkel ja auch ein Ladengeschäft und einen Onlineshop, in dem ich von mir, nach strengen Anforderungen geprüfte, Produkte, wie Futter, Nahrungsergänzungen, Kauartikel und Leckerlis anbiete.
Hierzu gehört es auch, dass Ware bestellt und eingeräumt wird, Bestellungen von Kunden verpackt und versendet werden und Kunden vor Ort bedient und beraten werden.

Ich habe drei halbe Tage in der Woche, in denen ich nicht im Laden bin. In dieser Zeit erstelle ich Ernährungspläne, die immer individuell auf den Hund und die jeweilige Situation abgestimmt sind.

Zudem bin ich viel in sozialen Netzwerken unterwegs und helfe Hundehaltern bei ihren großen und kleinen Fragen rund um die Ernährung.

Derzeit produziere ich gerade ein paar Videokurse zu Ernährungsthemen, um möglichst vielen Hundehaltern helfen zu können. Nicht jeder kann ja zu mir in den Laden kommen.

​Welche Aspekte des Hundternehmer-Seins stellen dich beruflich oder privat vor Herausforderungen?

Zum Hundternehmerdasein gehören ja auch Dinge, die nichts mit dem Kerngeschäft zu tun haben. Es gibt viele rechtliche Dinge zu beachten, aktuell ist ja z.B. die DSGVO in aller Munde, aber auch andere administrativen Tätigkeiten stehen an.

Dann gibt es im Grunde keine klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben. Hier die richtige Balance zu finden, vor allem weil es ja keine „Arbeit“ im eigentlichen Sinne ist, ist nicht immer leicht.

​Bist du entscheidungsfreudig oder zögerst du eher und denkst alles noch einmal durch?

Ich bin sehr entscheidungsfreudig, handle aber nicht übereilt.

Wenn ich Entscheidungen getroffen habe, hadere ich nicht. Stellt sich eine Entscheidung im Nachhinein als falsch heraus, wird eben angepasst. Denn mit den vorliegenden Informationen zum Zeitpunkt der Entscheidung war es die „richtige“​. Und hinterher ist man ja immer schlauer.

​Welche Hundternehmens-Bereiche möchtest du ausbauen und optimieren?

Derzeit ziehen wir in größere Räumlichkeiten um. Hierdurch wird einiges im Bereich des Warenflusses, also vom Eingang der Produkte bis zu ihrem Weg zum Kunden, optimiert.

Das Beratungsangebot für entfernte Kunden möchte ich dahingehend optimieren, dass es trotz Entfernung persönlicher und zu einem noch größeren Erlebnis für den Kunden wird.

Die Wissensvermittlung in Form von Videokursen ist ein großer Punkt auf der To-Do Liste.

​Bist du schon mal mit einem Plan gescheitert? Wie bist du damit umgegangen?

Zum Glück nur im Kleinen. Allerdings ist Scheitern für mich auch nichts Schlimmes. Kein Kind lernt Laufen ohne zu Fallen. Was macht ein Kind wenn es fällt? Es steht auf und probiert es weiter.

Es gibt einen tollen Spruch dazu: „Verlierer hören auf wenn sie scheitern. Gewinner scheitern bis sie Erfolg haben.“

Natürlich ist der Spruch sehr pauschal, es steckt jedoch viel Wahrheit in ihm.

​Hast du dich schon mal gefragt, warum du das alles machst? Hast du schon mal gezweifelt?

Ernsthaft gezweifelt habe ich nie. Allerdings gibt es natürlich Phasen, in denen man weniger Selbstvertrauen hat und Dinge auch mal nicht so gut laufen.

Dann besinne ich mich auf mein „Warum“ und meine Anfänge. Ich schaue mir das zahlreiche Feedback glücklicher Kunden an, dann sind solche Momente nur von kurzer Dauer.

​Wer gehört zu deinem persönlichen Hundternehmer-Lieblingsrudel und was bedeuten sie für dich? 

Im engeren Kreis das Hundternehmen betreffend meine Familie! Sie gibt mir die Kraft und unterstützt mich sehr.

Im weiteren Sinne sind es Freunde oder Mentoren, die in anderen Bereichen sehr erfolgreich sind und das Hundternehme​rdasein kennen. Der Austausch mit diesen Menschen ist sehr wertvoll.

​Was gibt es aktuell Aufregendes zu berichten? 

Aktuell ist vor allem der bevorstehende Umzug in deutlich größere Geschäftsräume zu nennen. Aber auch der kurz bevorstehende Launch der Videokurse ist sehr aufregend. Ich freue mich riesig, noch mehr Hundemenschen zu erreichen und mein Wissen mit Ihnen zu teilen.

​Was sind deine Ziele für dieses Jahr?

Geschäftlich zum Einen der weitere Ausbau des Ladengeschäfts und zum Anderen der erfolgreiche Launch der Videokurse, um möglichst viele Hundehalter zu erreichen, zu begeistern und mein Wissen mit ihnen zu teilen.

Privat möchte ich meinen jüngsten Sohn, aktuell ein Jahr alt, weiter gesund aufwachsen sehen und ihm ein guter Vater sein.

​Hast du einen speziellen Tipp für alle, die sich in ihrem Traumberuf selbständig machen wollen?

Glaubt an Euch und Eure Träume, bleibt dabei aber realistisch.

Man ist gut beraten, wenn man nicht zu träumerisch an die Sache ran geht. Eine gute Marktanalyse und eine, am besten externe, Tragfähigkeitsprüfung des Konzepts sind sehr wichtig.

Wer eine Dienstleistung anbieten möchte, bei der es um das eigene Wissen und Können geht, ist eine fundierte Aus- bzw. Weiterbildung unerlässlich.

Um bei dem Beispiel Ernährungsberatung für Hunde zu bleiben: Es gibt Kurse zum Ernährungsberater, die einen zeitlichen Lernumfang von 30 Stunden beinhaltet, teilweise sogar noch weniger.

Das ist nicht einmal eine Arbeitswoche. In dieser Zeit kann man nicht einmal die Grundlagen lernen. Hier heißt es die angebotenen Angebote zu prüfen und zu vergleichen.

​Wenn ​du mehr über den FutterOnkel Christian erfahren willst, schau doch mal hier:

www.futteronkel.de
FutterOnkel bei Facebook
FutterOnkel bei ​​Instagram


​Herzlichen Dank an Christian für das tolle und inspirierende Gespräch. Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg bei all seinen Plänen und das er vielen Hunden zu einer gesünderen Ernährung verhelfen kann. Möchtest du auch dein Hundternehmen hier in einem Beitrag vorstellen, dann schreib uns einen Kommentar oder eine Mail. Wir sind gespannt auf deiner Hundternehmer-Geschichte. 

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