Hundternehmerin Karolin Janus im Interview

​Hundternehmerin Karolin Janus findet immer die richtigen Worte für ihre Kunden. Als freiberufliche Texterin ​kann sie sich ihren Arbeitstag einteilen wie sie möchte und das genießt sie in vollen Zügen. Wie die ​frisch gebackene Mama und ihre zwei Bürohunde den Alltag als Hundternehmer meistern und warum sie ihren Job über alles liebt, verrät Karolin heute im Interview. 

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​Karolin, du bist freiberufliche Texterin mit zwei Bürohunden. Nebenbei hast du eine tolle Kolumne über deinen Alltag mit Hund. Wie sieht deine Arbeit aus und wie ist es zu der Hundekolumne gekommen? 

​Ich arbeite meist in meinem Arbeitszimmer von zu Hause aus. Morgens Kaffee und ein wenig Lektüre und dann eine Runde mit den Hunden an die Luft gehen. Ich bin freiberufliche Texterin und betexte quasi alles, wo es das geschriebene Wort braucht. Meist erstelle ich Webseiten-Texte oder Texte für Flyer und Broschüren. Ich habe mittlerweile eine Hand voll fester Kunden, die immer wieder anfragen und regelmäßig neue Kunden, die erst einmal nur einen Auftrag bzw. eine Anfrage für mich haben. Ich erstelle also ganz klassisch Texte, Überschriften und Slogans für digitale und für Printmedien, doch ich bin auch im Social Media Management unterwegs. Ich habe ein paar Kunden in Leipzig, aber auch viele Kunden in ganz Deutschland verstreut. Meist arbeite ich am Rechner und im Netz - doch oft auch mit Bleistift und Notizheft. Manchmal bin ich beim Kunden vor Ort oder treffe mich mit Auftraggebern in Cafés oder ich telefoniere mit ihnen, um alles abzusprechen. 

Im Moment läuft der Texteralltag hier etwas anders ab, da Nachwuchs im Hause ist, aber die Hunderunden bleiben - und ab und an wird auch schon wieder der eine oder andere Auftrag angenommen.

Die Hundekolumne ist eher zufällig entstanden. Mit den Hunden (mittlerweile sind es zwei - aber angefangen haben die Geschichten mit einem Hund - und zwar mit meiner mittlerweile in die Jahre gekommenen Terrier-Dame Ronja Räubertochter) bin ich jeden Tag unterwegs. Die obligatorischen Hunderunden im Park, durch den Wald und am Fluss entlang gehören für mich zum Alltag, genauso wie das Schreiben. Mit beiden Hunden erlebt man garantiert immer etwas, was sich lohnt, zu Papier zu bringen. Vor allem Ronja hat nur Flausen im Kopf und vor ein paar Jahren gab es mal eine Zeit, da gab es täglich mehrere Situationen, die mich wahnsinnig gemacht haben und mich später zum Schmunzeln gebracht haben. Gedanklich schreibe ich im Kopf dann schon die Story auf und später hab ich sie dann einfach fix in den Rechner getippt und so angefangen, mit diesen Geschichten meinen Blog zu füllen. Ronja und Abby sind sozusagen meine Musen - sie zwingen mich, den Kopf frei zu bekommen und geben mir Input für meine Kolumnen.

​Seit wann bist du Hundternehmer (also selbständig mit Hund, auch vorherige Hundternehmen)?

​Ich bin seit April 2013 freiberufliche Texterin. Ich habe zuvor in einer Werbeagentur getextet, bis ich dann komplett unabhängig "durchgestartet" bin. Es hat ein wenig gedauert, aber seit Mitte 2015 habe ich einen guten Stamm an Kunden und genügend Aufträge, um gut über die Runden zu kommen. Mittlerweile bin ich in meiner Arbeit als freiberufliche Texterin wesentlich gefestigter, habe einige Stammkunden, die immer wieder auf mich zukommen, eine große Agentur, die einen Großteil ihrer Textarbeit an mich abgibt, viele kleine Textaufträge übers Jahr verteilt, immer wieder größere Aufträge, die mehr Zeit in Anspruch nehmen und mittlerweile auch einige regionale Kunden hier aus Leipzig.  Und meine Ronja begleitet mich schon von Anfang an. Seit 2006 bin ich Hundemami, seit 2013 Hundternehmerin im weiteren Sinne und seit 2015 Hundternehmerin im engeren Sinne (also quasi Texterin mit Hund und Hundekolumne). Und das komplette Jahr 2016 waren wir beide ein richtig eingespieltes Büro-Team: ich habe in der Zeit in einem Coworking gearbeitet und hatte mit einer Kollegin zusammen ein eigenes Büro. Ronja war dabei - und hat auch im Büro für einigen Wirbel gesorgt (da fällt mir gleich wieder eine Geschichte ein, die ich noch gar nicht aufgeschrieben hatte - nun ja, es gibt noch viel zu berichten).

​Ronja Räubertochter

​Welche deiner Talente und Leidenschaften kannst du in deinem Hundternehmen ausleben? 

​Kreativität gehört ganz klar zu meinen Talenten, die ich als Freiberufler besser ausleben kann, als in einem Büro bzw. in einem festen Arbeitsverhältnis. Auch die Fähigkeit, mich selbst zu organisieren und zu strukturieren, kann ich als Freelancer sogar noch ausbauen und viel besser nutzen. Ich kann frische Luft schnappen und Zeit mit meiner Familie und den Hunden verbringen, wann ich das möchte und genau dann, wenn ich denke, dass ich das gerade brauche. Ich habe die Freiheit, mir eine Auszeit zu gönnen, wenn ich es für richtig halte oder wenn es nötig ist. Ich kann in einem Umfeld arbeiten, was ich selbst erschaffen habe und wo ich mich wohl fühle (wenngleich die eigene Wohnung mit der alltäglichen Unordnung hier und da manchmal ablenkend sein kann 😉 ). Ich kann sicher mehr Zeit mit meinen Liebsten verbringen, als wenn ich in einer Festanstellung arbeiten würde. Ich kann die Dinge meiner Arbeit so angehen, wie ich es für richtig halte. Ich weiß jeden Morgen, wofür ich aufstehe und weiß, ich kann mir meinen Arbeitstag so gestalten, wie es mir und wie es gerade zu meiner Verfassung passt. All diese Dinge sind es, die ich nie mehr missen möchte und die einen über so manchen Ärger mit dem Finanzamt oder so manchen zahlungsunfreundlichen Kunden hinwegsehen lassen. 

​Wie bereichern deine Hunde deinen Alltag bzw. welche Rolle spiel​en sie in deinem Hundternehmen?

​Meine Hunde sind oft meine Inspiration für ein paar Fotos, Storys oder Gedanken für meinen Instagram-Account, den ich für mein Hundternehmen nutze und über den ich auch schon Kunden gewonnen habe. Sie sind meist der Inhalt meines Blogs und lassen mich so unabhängig von Auftragsarbeiten einfach mal textlich austoben. Ich tippe dann einfach los und kann einen kurzen Schwank zu Papier bringen. Das fördert die Kreativität und entspannt. So entstand auch die Hundekolumne. Diese beiden Vierbeiner "zwingen" mich, mir Pausen und frische Luft zu gönnen. Diese Runden im Wald sind so wichtig geworden und ohne diese könnte mein Dasein als Freiberufler auch gar nicht mehr stattfinden - ich komme hier auf Gedanken, werde frei im Kopf und kann loslassen. Und sie bringen mich so manches Mal auch zum Nachdenken, oft zum Lachen, manchmal zum Ausrasten - und sie sind einfach immer wieder die besten Fotomotive. 😉

​Welche persönlichen Werte und Philosophien lebst du in deinem Hundternehmen aus?

​Ich bin offen und ehrlich - ich "verkaufe" nur das, womit ich auch ein gutes Gefühl habe. Hab ich einmal das Gefühl, dass ein Text oder meine Arbeit nicht gut genug war, ändere ich das, spreche das an oder überdenke die Zusammenarbeit, meine Leistungen oder die Abrechnung. Ich bin geradeaus - sowohl im Gespräch und in meiner Arbeit. Nennen wir es mal natürlich und eben ganz und gar nicht gestellt. Ich denke, meine Kunden (und nur dann sind es die richtigen Kunden) schätzen eben genau diese Art und natürlich auch meine Art zu Schreiben. Sie wissen, dass ich Dinge oft anders angehe und nicht die "üblichen" Standardtexte abliefere. Ich bin gewissenhaft - was manchmal auch mehr Zeit benötigt. Aber wenn ich etwas angehe, dann zu 100 Prozent. Außerdem habe ich gelernt, auf mich zu achten. Ich bin mein Hundternehmen und ich muss gesund und ausgeglichen sein, um glücklich, kreativ und arbeitsfähig zu bleiben. (Das musste ich aber erst lernen.) Ich bin auch der Überzeugung, dass man lieber kurz, knackig und effektiv an einer Sache arbeiten sollte, als den ganzen Tag und dabei dann ineffektiv und übellaunig zu werden. Der Gedanke "worklifebalance" klingt so abgegriffen, aber an sich ist es das, was ich in meinem Arbeitsalltag ausleben kann: ich vertiefe mich in eine Sache und kann auch bis zum Umfallen und bis zur Perfektion daran sitzen, aber zwischendurch gehören schöne Dinge, etwas Abstand, ein Kaffee, ein Mittagspäuschen oder ähnliches dazu.

​Was lieben deine Kunden an dir?

​Ich denke vor allem, dass sich Kunde und (in meinem Fall) Texterin zusammenfinden. Man merkt schnell, ob es passt und wenn das so ist, dann ist das etwas Wunderbares. Ich denke, dass meine Kunden auf jeden Fall meine offene und ehrliche Art mögen. Einfach unkompliziert und nicht verstellt. Damit meine ich aber auf keinen Fall, dass ich die Dinge zu locker nehme. Meine Professionalität, mein Mitdenken und mein Perfektionismus sind meiner Meinung nach ebenso Dinge, die meine Kunden schätzen. Meine unkonventionelle Art an die Dinge und Texte heranzugehen. Meine Einsatzbereitschaft. Und meine Liebe und Leidenschaft zu meinem Beruf und zum geschriebenen Wort – ich denke, dass kommt in jeder Arbeit raus. Zumindest ist das mein Anspruch.

​Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

​Früher: gegen 7 Uhr aufstehen, frühstücken, mit den Hunden eine große Runde drehen – oder manchmal auch zuerst ein paar Mails lesen und beantworten, dazu einen Kaffee trinken und kurz den Tag und die ToDos planen und dann raus – oder diese Dinge eben nach der Runde und vor dem eigentlichen Texten einplanen. Dann in der Frische des Vormittages arbeiten (schreiben, denken, planen oder die Buchhaltung machen). Meist habe ich es geschafft, mir feste Tage für bestimmte Aufgaben einzuplanen – aber manchmal hat das auch nicht so gut funktioniert (da arbeite ich noch dran). Hauptsache ist, ich mache nicht multitaskingmässig alles nebeneinander. Nach dem ersten Arbeitsstep kam meist ein kleiner Snack und dann ein kleines Mittagspäuschen (knappe halbe Stunde), etwas Yoga (wenn ich mich aufraffen kann) und dann geht es frisch an den nächsten Teil des Tages: wieder texten, planen, Mails schreiben etc. Manchmal hab ich auch den Tag in zwei Hälften geteilt: einmal wirklich straff durchgeschrieben und den anderen Teil des Tages kreativ gestaltet (zeichnen, umräumen, lesen, auf Gedanken kommen, erste Gedanken aufschreiben, brainstormen …) … oder ich kann es mir erlauben und arbeite nur den halben Tag (passiert nicht so oft 😉 ) und gehe sonst laufen oder eben einfach raus oder verdinge mich in der Wohnung.

Aktuell: jetzt ist der Kaffee entkoffeiniert und meist lauwarm 🙂 🙂 und jeder Tag läuft anders. Mit Baby startet der Tag je nach Phase und Schub entweder sehr früh oder sehr spät 😉 ---- oft gehe ich ab 7 Uhr fix in mein Arbeitszimmer und erledige dann mal eben ein paar Dinge (Steuer, Mails etc.) oder versuche etwas zu schreiben. Dann kommt die Hunderunde mit der ganzen Familie und dann kommt die Zeit mit dem Kleinen. Ab und an plane ich dann spontan und hin und wieder Zeiten ein, wo ich schon mal wieder Aufträge bearbeite.

Abby

​Welche Aspekte des Hundternehmer-Seins stellen dich beruflich oder privat vor Herausforderungen?

​Im Moment ganz klar die Herausforderung, dass ich für ein Jahr Elternzeit nicht alles stehen und liegen lassen kann. Meine Selbständigkeit geht weiter und ich muss alles am Laufen halten. Auf der anderen Seite ist das auch wieder das Schöne und ich möchte es nicht missen, hin und wieder schon mal wieder etwas zu schreiben oder einfach etwas anderes zu machen als zu windeln, stillen oder durch den Park schieben 😉 Aber dennoch ist es nicht immer ganz leicht, selbständig zu sein, alles im Kopf zu behalten, an die Vorsteuer zu denken und schon den ein oder anderen Kundentermin einzuplanen und dabei und vor allem eben noch Mutter zu sein.

Sonst ist es manchmal noch die Herausforderung, dass ich mich in meiner Arbeit nicht so verliere, dass ich ringsherum nichts mehr sehe und vergesse zu essen oder zu trinken. Das passiert mir manchmal noch. Oder ich überfülle meine ToDo-Listen für den Tag oder die Woche zu sehr, dass ich von Anfang an unter Druck stehe und am Ende des Tages oder der Woche denke, ich habe nichts geschafft. Bei diesem Punkt arbeite ich gerade (oder wenn es dann wieder losgeht) auf jeden Fall daran, dass ich meine Woche besser strukturiere und mehr Zeit für alle Dinge einplane.

Eine weitere Herausforderung ist immer wieder, dass das eigene „Marketing“ nicht zu kurz kommt: ich möchte unbedingt meine Webseite neu gestalten, ich möchte meinen Schreibtisch sortieren, ich möchte neue Fotos von mir (also für die Webseite und co.), ich möchte mich mit anderen Selbstständigen austauschen … und und und. Da bin ich dran und ich möchte mir dafür Zeit einräumen.

Noch eine berufliche Herausforderung: den Kunden meine Leistungen klar zu machen und was eben alles dazu gehört und was nicht – und oft eben auch alles zum richtigen Preis anzubieten. Das ist in den letzten Jahren besser geworden, aber manchmal passiert es noch, dass ich da nicht ganz zufrieden bin. Oder besser gesagt, daran arbeiten will. Vor allem daran (nächste Herausforderung), mich richtig zu positionieren. Ich möchte meine Themen und bevorzugten Bereiche besser herausstellen und noch klarer machen, was meine Leistungen sind und was ich rund um den Text tatsächlich alles noch anbiete.

​Bist du entscheidungsfreudig oder zögerst du eher und denkst lieber alles noch einmal durch? 

​Spontan geantwortet: ganz klar entscheidungsfreudig. 🙂 Einfach mal machen und probieren. Ok – zugegeben, das klappt nicht immer und muss auch nicht immer gut sein. Wenn es um wichtige Dinge geht, zwinge ich mich selbst ab und an dazu, noch einmal eine Nacht darüber zu schlafen (so wie es die Oma schon immer gesagt hat) und das ist auch gut so. Aber an sich bin ich schon eher der spontane und aus-dem-Bauch-heraus-Typ. Und das hilft mir auch oft bei meinen Texten: zuerst schreibe ich meist spontan und aus dem Bauch heraus los und dann lasse ich alles noch einmal liegen, schlafe eine Nacht drüber und bringe dann alles in Form oder ändere noch mal. Wenn ich so an die Arbeit herangehe, wird es meist gut und ich bin nicht so „verkrampft“ vor der leeren Seite.

​Welche Hundternehmens-Bereiche möchtest du ausbauen und optimieren?

​Ganz klar meinen Blog – also die Hundekolumne. Ich möchte hier wieder mehr schreiben, damit ein paar Leute erreichen und die gesammelten Kolumnen später vielleicht mal in einer Art Kurzgeschichten-Buch herausbringen. Ja, das ist so die Idee. Ich wollte (und das habe ich nun schon  geschafft) unbedingt den reinen Text-Bereich wieder ausbauen. Nicht mehr so viel Social Media Management (was ich bis 2017 vermehrt getan habe) betreiben, sondern eher wieder zu den reinen Text-Arbeiten zurückkehren. Ich möchte meine Themen klarer herausstellen (diese kann ich hier noch nicht ganz so genau nennen, da ich noch in der Findungsphase bin 😉 ). Ich möchte vor allem meinen Stand als „Texterin für Leipzig“ weiter ausbauen, weil ich es auch schön finde, mit Leuten aus der Region zusammenzuarbeiten – und weil ich meine Stadt so mag. Und ich möchte so gern wieder mehr größere und zusammenhängende Projekte angehen – soll heißen: richtige Kampagnen, wo man sich als Kreative und als Texterin mal richtig „ausspinnen“ kann.

​Bist du schon mal mit einem Plan gescheitert? Wie bist du damit umgegangen? 

​Ja. Ich hatte bis vor einem Jahr eine GbR und eine Geschäftspartnerin. Wir wollten gemeinsam eine kleine Werbeagentur in Leipzig aufbauen. Dieser Plan ging nicht auf. Die Vorstellungen waren zu verschieden, wir sind zu unterschiedlich an die ganze Sache herangegangen und haben es leider nicht geschafft, dieses große Projekt gemeinsam zu stemmen. Ich bin gern Einzelunternehmer, ich schaffe es meist sehr gut, ganz allein für alles verantwortlich zu sein und ich tausche mich auch so mit anderen Selbstständigen und Kreativen aus. Aber dennoch bleibt ein kleines Gefühl von „ach schade … „ zurück, denn es ist einfach wirklich schade, dass diese Idee, die wir hatten, nicht geklappt hat. Ich finde es toll, wenn sich zwei Gleichgesinnte zusammentun und an einer Idee arbeiten und diese umsetzen. Aber es muss eben passen. Ich habe bei dieser Entscheidung vor allem auf mich gehört und danach entschieden, was mir, meiner Gesundheit und meinen Werten, die ich bei meiner Arbeit und im Alltag leben will, entgegenkam. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Entscheidung und es war die absolut richtige. Ich denke aber trotzdem, dass man sich ruhig ein wenig Zeit lassen sollte, dass in sich arbeiten zu lassen und man darf und sollte auch ab und an  darüber ein klein wenig wehmütig sein. Aber ich denke, ja, das war ein Plan, an dem ich wirklich „gescheitert“ bin – bzw. das war ein Plan, der gescheitert ist. Ich bin am Ende daran gewachsen und nun sehr zufrieden.

​Hast du dich schon mal gefragt, warum du das alles machst? Hast du schon einmal gezweifelt? 

​Immer dann, wenn das Finanzamt um die Ecke kommt und ich das Gefühl habe, ungerecht behandelt zu werden – ja, immer dann frage ich mich kurz, warum ich mich nicht einfach irgendwo anstellen lasse. Und ein paar Minuten später weiß ich wieder, dass das totaler Quatsch ist. Oder wenn es bei einem Kunden bis fast vor das Gericht geht, weil er nicht zahlen will und man endlose Mühen hat, seinem wohlverdienten Geld hinterherläuft und sich am Ende mit einem Vergleich zufrieden gibt – ja, auch dann gibt es diesen kurzen Moment, wo man sich fragt: warum bitteschön. Aber diese Momente sind ein Glück selten und kurz. An sich weiß ich wofür: für die Freiheit, die Unabhängigkeit, die Zufriedenheit, die Gesundheit und die innere Ausgeglichenheit. Punkt!!! 🙂

​Karolin und ihre Muse Ronja

​Wer gehört zu deinem persönlichen Hundternehmer-Rudel und was bedeuten sie für dich? 

​Ich, meine Gesundheit, mein Laptop, mein Notizbuch und meine Hunde 😉 …. als Einzelunternehmer bin ich zwar wie gesagt allein für alles verantwortlich, aber an sich kein Einzelgänger. Ich arbeite ab und an mit anderen Freiberuflern zusammen, die mich unterstützen und mir zuarbeiten. Ich arbeite manchmal im Coworking und tausche mich dort mit anderen aus. Ich treffe mich mit anderen Freiberuflern und plaudere bei einem Kaffee über die Dinge, die uns bewegen. Ich rede mit meinen Hunden 🙂 oder mit meiner Familie und Freunden über das ein oder andere Projekt. Und ich mag mein kleines überschaubares Rudel sehr. Ich bin an sich schon ein Rudeltier, aber ich arbeite auch sehr gern (und gerade beim Texten ist das extrem wichtig) für mich allein und vor mich hin. Ich brauche meine Zeiten für mich und könnte es mir nicht vorstellen, in einem Großraumbüro zu arbeiten. Das Arbeiten in einem Coworking war für mich sehr schön, da man sich dort bei Kaffee, Kuchen und einem Schwätzchen gern einmal in der Küche getroffen hat. Doch auch dort war mir mein Einzelbüro lieber, da ich für das Schreiben gern komplett ungestört bin. Wenn ich dann wieder „auftauche“, kann ich auch wieder mit anderen reden, Musik hören etc.

​Was gibt es aktuell Aufregendes zu berichten?

​Ich hatte seit der Babypause vor ein paar Tagen meinen ersten Kundentermin – und bin aus dem Gespräch zufrieden und entspannt rausgegangen: ich denke, daraus wird sich eine gute Zusammenarbeit ergeben. Ich hab mit Baby bereits einen ersten großen Auftrag gestemmt (STOLZ 🙂 ). Und ich habe viele treue Kunden, die bereits mit den Hufen scharren und es kaum erwarten könne, dass ich wieder mehr machen kann. Das ist ein gutes Gefühl. Aber sonst ist gerade jeder Tag mit Baby aufregend genug 😉

​Was sind deine Ziele für 2018?

​Ich möchte wieder „durchstarten“, sobald der Kleine einen guten Platz im Kindergarten gefunden hat. Ich möchte aber auch schon vorher hin und wieder die Zeit finden, zu arbeiten und weitere Pläne zu schmieden. Ich möchte auf jeden Fall meine Webseite neu machen – mit neuen Texten, Fotos, Referenzen und und und. Ich möchte an einem neuen Namen und einem neuen Logo arbeiten. Ich möchte mich mit ein paar Freiberuflern aus Leipzig treffen, mit denen ich mich schon länger austauschen wollte. Ich möchte einen absolut treuen und tollen Auftraggeber im Ruhrpott besuchen und endlich mal persönlich kennenlernen. Ich freue mich auf meine Projekte und Kunden. Ich möchte auf jeden Fall meine Hundekolumne und meinen Blog weiter voranbringen – und wieder ein paar Gastartikel für andere Blogger schreiben. Und ganz privat würde ich gern das Nähen lernen. Und das wichtigste Ziel überhaupt – 2018 und generell: viel Zeit mit meinen Lieben verbringen.

​Hast du einen speziellen Tipp für alle, die sich in ihrem Traumberuf selbständig machen wollen?

​Wenn man einmal seine Leidenschaft entdeckt hat, dann muss man an diese glauben und konsequent entwickeln – und es vor allem einfach versuchen. Sich von nichts und niemandem davon abhalten lassen, es wenigstens zu probieren. Einfach mal machen – denn wenn man scheitert, dann hat man es immerhin versucht. Das waren jetzt ganz schön viele „versuchen“ - aber genau so ist es! Und so als Spruch des Tages quasi von mir noch an alle: Wer will, findet Wege – wer nicht will, findet Ausreden. Das soll nicht platt klingen oder so einfach daher gesagt von jemandem, der es schon „geschafft“ bzw. versucht hat – sondern das sind wirklich die Dinge, an die ich geglaubt habe und immer noch glaube und die meine motivierenden Wegbegleiter sind und waren.

Wenn du mehr über Karolin un ihre Arbeit erfahren möchtest, schau doch mal hier:

Website von Karolin Janus
Karolin, Ronja und Abby bei Instagram
Karolin und ihr Rudel bei Facebook


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