Hundternehmerin Ines Meyrose mit Zausel Paul im Interview

​Ines Meyrose von image&impression und ihren wundervollen Tierschutzhund Paul kenne ich schon lange. Ines ist Image-, Farb- und Stilberaterin für Selbständige, Hundternehmer aber auch Privatpersonen. Und dass sie Geschmack hat, zeigt sie regelmäßig auf ihrem Blog. Ein paar unserer Fragen zum Hundternehmer-Sein hat sie in einem kleinen Interview beantwortet. 

More...

​Es war Liebe auf den ersten Blick, als sich Katzen-Liebhaberin Ines und der Tierschutzhund Paul aus Polen zum ersten Mal begegneten. Seit 2015 unterstützt Paul seine​ Ines und sorgt dafür, dass die Hundternehmerin auch genug an die frische Luft kommt. Mehr über die Arbeit von Ines, die Herausforderungen und Freuden der Selbständigkeit, erfährst Du hier. Und ich freue mich, dass Ines und Paul den Auftakt zu unserer kleinen Interview-Reihe machen.

​Ines, du bist Imageberaterin und schreibst einen wundervollen Blog, dem ich schon lange folge. Wie ist es denn dazu gekommen? 

Durch Zufall habe ich gesehen, dass die Domain meyrose.de ​zu versteigern war, die bereits lange vor meinen ersten Internetschritten vergeben war. Ich habe sie 2009 gekauft und wollte sie direkt mit Leben füllen. Weil meine Firma image&impression e.K.​ schon eine etablierte Webseite hatte, kam mir die Idee, die Namensdomain mit einem Blog zu bespielen.

​Seit wann bist du Hundternehmer (also Selbständiger mit Hund im weitesten Sinne, auch vorherige Hundternehmen)?

Hundternehmer bin ich seit Januar 2015. Wie es dazu kam, kannst Du im Blogbeitrag Langeweile in Perfektion​ lesen.

​Welche deiner Talente und Leidenschaften kannst du in deinem Hundternehmen ausleben?

Ich bin gerne in der Natur draußen. Ohne Hund habe ich es in der Mittagspause bis in die Küche und zurück geschafft. Mit Hund gibt es eine große Spaziergehrunde. Ist schöner, oder?

​Wie bereichert dein Hund deinen Alltag bzw. welche Rolle spielt er in deinem Hundternehmen?

Paul bereichert meinen Alltag, in dem er einfach da ist. Alleine seine Anwesenheit sorgt dafür, dass es mir besser geht als ohne ihn. Dass er mich an die frische Luft zu Spaziergängen bringt, tut meiner Gesundheit gut. Er sorgt dafür, dass ich mehr soziale Kontakte in der direkten Umgebung bekommen habe. Weil es mir mit ihm besser geht als ohne ihn, sorgt er damit auch dafür, dass ich meine Arbeit besser machen kann.

​Copyright: www.meyrose.de

​Welche persönlichen Werte und Philosophien lebst du in deinem Hundternehmen aus? 

Klarheit, Zielstrebigkeit und Vertrauen.

​Was lieben deine Kunden an dir?

Ehrlichkeit und Professionalität. Kunden schätzen meine offene Art, die dennoch wertschätzend ist.

​Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus? 

Den gibt es nicht. Es gibt eher drei typische Arbeitstage. Ich habe Arbeitstage mit ganztätigen Seminaren oder Beratungen, bei denen ich Inhouse beim Kunden arbeite. An diesen Tagen ist Paul in der Hundepension Villa Pfötchen untergebracht. Dann gibt es Arbeitstage mit Kundenterminen bei mir zu Hause oder bei Kunden Inhouse mit bis zu 4 Stunden. Wenn ich beim Kunden bin, bleibt Paul allein zu Hause und passt auf das Homeoffice auf. Wenn der Kunde zu mir kommt, kann er sich aussuchen, ob der Hund dabei ist oder ich ihn in die Hundepension gebe. Fall drei ist, dass ich den ganzen Tag im Homeoffice arbeite und er dabei ist. Entweder liegt er bei mir im Büro oder auf dem Treppenabsatz davor, um den Zugang im Blick zu haben. Ganz selten darf er auch mal mit zu einem Firmenkunden, wenn ich weiß, dass es dem Kunden recht ist.

​Welche Aspekte des Hundternehmer-Seins stellen dich beruflich oder privat vor Herausforderungen? 

Der größte Haken vor der Anschaffung des Hundes als Selbständige war die Klärung der Betreuung des Hundes, wenn er nicht bei mir sein kann. Mein Mann arbeitet als Angestellter und dort im Büro sind Hunde untersagt. Er kann ihn nur im absoluten Notfall mal mitnehmen. Außerdem wollte ich den Hund haben und nicht er. Er musste also eine externe Lösung her. Erst als die passende Pension für die Tagesbetreuung gefunden war, habe ich mich um die ernsthafte Anschaffung des Hundes gekümmert.

Privat stellt mich die Hundehaltung inzwischen vor wenige Herausforderungen. Am Anfang war es noch ungewohnt und nicht immer ganz einfach, das Haus nicht mal eben alleine verlassen zu können. Mal eben Schwimmen gehen mit der Nichte? Ein spontaner Zahnarztbesuch? Hmmm … wohin mit dem Hund? Dabei haben mich dann meine Schwiegermutter und eine Nachbarin unterstützt, wenn ich den Hund nicht den ganzen Tag in die Hundepension dafür geben wollte. Inzwischen kann er problemlos sechs Stunden alleine zu Hause bleiben, wenn ich vorher mit ihm Gassi gehe.

Privat enttäuscht hat mich, eine Freundin durch die Haltung des Hunds verloren zu haben, die partout keine Hunde leiden kann. Überraschend, unschön – aber den Preis in jedem Fall wert.

​Bist du entscheidungsfreudig oder zögerst du eher und denkst lieber alles noch einmal durch? 

Entscheidungsfreudig. Beim der Hundternehmerwerdung hat es für meine Verhältnisse lange mit der Entscheidung gedauert, aber das lag daran, dass ich das nicht alleine zu entscheiden hatte. Ich hätte mich alleine schon Monate früher dafür entschieden. In diesem Fall war es dann also gut, dass die Entscheidung gedauert hat, weil ich sonst einen anderen Hund bekommen hätte.

​Welche Hundternehmens-Bereiche möchtest du ausbauen bzw. optimieren? 

Beruflich: Es wäre schön, den Hund noch mehr bei Kundenterminen integrieren zu können.

Privat: Ein Ausbau des persönlichen Betreuungsnetzes als Backup wäre gut. Aber da bin ich für den Notfall schon mal guter Dinge.

​Bist du schon mal mit einem Plan gescheitert? Wie bist du damit umgegangen? 

Privat: Ehe Nummer 1 ist gescheitert und das war ganz sicher nicht geplant. Scheitern erkennen, anerkennen, das Warum hinterfragen, Krönchen richten und weiter geht’s! Bei Nummer 2 läuft es besser. 😉

Beruflich: Ich habe als Angestellte in zwei Firmen nur ein dreiviertel Jahr gearbeitet, bei denen es nicht gut gepasst hat. Das war beide Male anders geplant. Beide haben mich gehaltlich aber so viel weitergebracht, dass es das wert war.

​Hast du dich schon mal gefragt, warum du das alles machst? Hast du schon einmal gezweifelt? 

Was alles? Selbstständig sein und das auch noch mit Hund? Nein, ich weiß genau, warum ich selbständig bin. Ich liebe diese Freiheit und bin den Preis des immer und überall im Einsatz seins absolut bereit, zu bezahlen. Es gibt Momente, die mich herausfordern, aber ich habe noch nie an meiner Entscheidung dafür gezweifelt. Dass Zausel Paul bei uns ist, habe ich ebenso noch nie bereut.

​Copyright: www.meyrose.de

​Wer gehört zu deinem persönlichen Hundternehmer-Rudel und was bedeuten sie für dich? 

Hund Paul – Ehemann – die Familie von der Villa Pfötchen sind mein Hundternehmer-Kern-Rudel. Mann und Villa sind feste Bausteine unseres funktionierenden Rudels. Darum gibt es einige liebe Hunde und Menschen, mit denen wir gerne zusammen unterwegs sind.

​Was gibt es aktuell aufregendes zu berichten? 

Nichts und ich bin froh darüber. Ich mag es, wenn es gleichförmig gut läuft.

​Was sind deine Ziele für 2018?

Mein Motto für 2018 ist „wenn nicht jetzt, wann dann“. Ein konkretes Ziel habe ich nicht. Ich möchte den Status Quo halten, das ist Herausforderung genug.


​Herzlichen Dank an Ines, dass sie sich die Zeit genommen hat, uns ein paar Fragen zu ihrem Hundternehmen zu beantworten. Du möchtest mehr über Ines und Paul erfahren? Dann schau mal hier vorbei:

Instagram Ines Meyrose
Instagram Zausel Paul
Facebook Ines Meyrose
image&impression e.K.
meyrose.de

​Bist du auch Hundternehmer und möchtest, dass wir deine Firma​ in einem Interview-Beitrag vorstellen? Dann schreib uns eine E-Mail oder kommentierte unter diesem Beitrag.

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann teile ihn gern mit befreundeten Hundternehmern. Folge uns auch bei Facebook und Instagram. Wenn du ab sofort keinen Beitrag mehr verpassen möchtest, ​melde dich gleich noch für unseren Newsletter an. Und ​bei Fragen  oder Anregungen zu dem Thema​ oder wenn du uns einfach nur von deinem Hundternehmen erzählen möchtest, dann ​freuen uns über​ deine Nachricht!

Folge uns
Click Here to Leave a Comment Below
Bärbel Reply

Was für ein schönes Interview mit Ines! Ick kenne sie ein bisschen und Paul auch, aber man erfährt immer noch etwas neues über die Menschen oder die Hunde.
LG
Bärbel ☼

    Franziska Reply

    Hallo Bärbel,
    vielen Dank für dein Feedback. Es freut mich, dass dir das Interview gefällt und du noch etwas über die liebe Ines lernen konntest. Ich freue mich sehr, dass sie den Auftakt zu unserer kleinen Interviewreihe gemacht hat, weil sie mich in den letzten zwei Jahren sehr inspiriert hat. Und Paul ist natürlich unschlagbar. 🙂

    Liebe Grüße,
    Franziska

Leave a Comment: