Datenschutz bei Facebook-Fanpages – Darauf musst du achten

​Gerade haben wir die neue EU-DSGVO und ihre Umstellungen hinter uns, da kommt mitten in all die weiterhin bestehende Unsicherheit noch das jüngste Urteil vom Europäischen Gerichtshof in Bezug auf Facebook-Fanpages. Hier sollen die Betreiber teilweise mitverantwortlich dafür sein, wie die personenbezogenen Daten von Facebook weiterverarbeitet werden. Was das Urteil für dich als Hundternehmer bedeutet und worauf du achten solltest, erfährst du im folgenden Beitrag.

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​Nachdem viele von uns gerade erst mühsam die Umsetzung der EU-DSGVO hinter sich gebracht haben, kommt nun die nächste Biosbotschaft, die uns Hundternehmern eine wichtige Kommunikationsplattform nehmen will. Wenn du eine Facebook-Fanpage betreibst, bist du laut dem Urteil mitverantwortlich für die Datenverarbeitung des Social Networks. Einige Hundternehmen und öffentliche Einrichtungen wie Museen haben daher bereits ihre Facebookseiten gelöscht oder deaktiviert. Denn in der Praxis lässt sich dies nicht so einfach umsetzen. 

Hauptsächlich geht es dabei um Facebook Insights (also die Statistiken, die auch für die Optimierung der Werbeanzeigen genutzt werden) und die damit verbundenen Tracking-Funktionen mit seinen Cookies. Die Frage ist also, ob allein Facebook dafür verantwortlich ist was mit den Daten passiert oder auch die Betreiber der Fanpages, die ​solche Daten ja ebenfalls nutzen. 

​Was soll diese unfaire Entscheidung? 

​Facebook verdient Geld mit den Daten der Nutzer, warum sollen also wir Fanseiten-Betreiber dafür verantwortlich sein? Diese Frage stellen sich viele und das sicherlich nicht zu Unrecht. Immerhin ist Facebook derjenige, der bereits seit Jahren zweifelhafte Richtlinien in Bezug auf die Privatsphäre und Datensicherheit seiner Nutzer verfolgt. Bislang haben die Behörden sich auch noch nicht sonderlich angestrengt, um Facebook zu einem datenschutzkonformen Umgang mit den Nutzerdaten  zu zwingen. Nun müssen wir Fanpage-Betreiber als Sündenbock herhalten und die Existenzen zahlreicher Unternehmen sind bedroht.

Auf der anderen Seite profitieren natürlich auch wir von der durch die Datenverarbeitung​ erzielten Reichweite und viele von uns nutzen ihre Facebookseiten ja auch aus wirtschaftlichen Gründen. Da also beide Seiten mit dem Netzwerk Geld verdienen, sehen es die Richter nur als fair an, wenn auch beide Seiten für die Datenverarbeitung verantwortlich sind. Allerdings haben wir Betreiber von Fanpages im Gegensatz zu Facebook keine Möglichkeit, ​auf die Datenerfassung und -verarbeitung Einfluss zu nehmen und damit das Urteil umzusetzen. 

​Das musst du als Betreiber einer Fanpage bei Facebook wissen

​Das Urteil hat natürlich zu vielen Fragen geführt. Sollst du deine Fanpage bei Facebook nun löschen? Rechtsexperten sagen zwar, dass beide Seiten gemeinsam verantwortlich sind, das hieße aber nicht, dass auch beide zu gleichen Teilen Verantwortung tragen. Was genau das für die Praxis bedeutet, muss sich erst noch zeigen. Der Fall geht ​zurück ans Bundesverwaltungsgericht, das noch entscheiden muss, welche Einstellungen seitens der Seitenbetreiber nun vorgenommen werden können und müssen. Dennoch müssen wir uns wohl darauf einstellen, dass auch wir einen Teil der Verantwortung tragen, denn wir können die Datenverarbeitung bei Facebook weder anpassen, noch lässt sie ​gänzlich ausschließen.

Auf die Frage, ob nun eine Klage- oder Abmahnwelle droht, beruhigen uns die Juristen des BDVW. Um Beitreiber von Fanseiten zu sanktionieren, muss entweder die entsprechende Aufsichtbehörde ermitteln oder es ​muss eine Wettbewerbsklage durch Dritte vorliegen. Sie machen klar, dass die Entscheidung des EuGH nicht so ausfiel, dass alle Fanpages nun abgeschaltet werden müssen. Es müssen jedoch vom Bundesverwaltungsgericht weitere Fragen geklärt werden, um die Reichweite der Entscheidung abwägen zu können. 

Sicherlich muss sich jeder von uns noch einmal Gedanken zur Nutzung der Facebookseite machen, doch deshalb gleich alles zu löschen und damit jahrelange Arbeit zu vernichten und all die Fans zu verlieren, halte ich persönlich für übertrieben. Es macht durchaus Sinn, das Thema weiter im Blick zu behalten, um entsprechend reagieren zu können, aber für viele von uns ist die eigene Facebookpage die wichtigste Möglichkeit ​mit seinen Kunden​, Fans und Kooperationspartnern in Kontakt zu bleiben. Wichtig und äußerst kundenfreundlich ist es übrigens, wenn du Links zu deinem Impressum und deiner Datenschutzerklärung in den Profilinformationen deiner Facebookseite angibst. 

Wie händelst du das? Hast du deine Seite deaktiviert oder machst du erstmal weiter wie zuvor? 


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